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Müll trennen ist Klimaschutz

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Für diese Zahl mussten Statistiker wühlen, zählen und wiegen: Jeder Deutsche erzeugt eine halbe Tonne Müll - um genau zu sein 564 Kilogramm. Dass die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) jede Menge zu tun haben, versteht sich da von selbst - ganz im Sinne einer "sauberhaften" Stadt, und ganz im Sinne des Klimaschutzes.

Sie entsorgen, transportieren und reinigen - die meisten Essener kennen ihre Entsorgungsbetriebe ganz direkt: Sie leeren die Mülltonnen, Sie holen den Sperrmüll. An zwei Recyclinghöfen, sechs Sammelstellen oder dem Schadstoffmobil gibt man problematische Stoffe, den alten Kühlschrank und Grünschnitt ab. In Herbst und Winter sorgen der EBE-Laub- und Winterdienst für freie Fahrt. Auch eine intensive Abfallberatung aller Privathaushalte und Gewerbekunden sowie die pädagogische Abfallerziehung in Schulen und Kindergärten gehören zu den Angeboten der Entsorgungsbetriebe. Kurz: Mit der EBE hat jeder zu tun. Mit rund 940 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die EBE die Nummer Eins im Entsorgungsmarkt der Stadt Essen und besitzt als zertifizierter Fachbetrieb das offizielle Gütesiegel für eine fachgerechte und umweltorientierte Behandlung und Entsorgung von Wertstoffen und Abfällen.

Müll trennen, Müll vermeiden

Unser modernes und konsumorientiertes Leben führt zu erheblichen Abfallmengen. Rund 1.200 Tonnen Hausmüll und Gewerbeabfälle entsorgt die EBE jeden Tag in Essen. Damit Abfälle verwertbar sind, muss Müll richtig gesammelt bzw. getrennt werden. Das ist nicht immer ganz einfach, aber nötig. Denn Mülltrennen ist eine Form des Klimaschutzes, und der Umgang mit Abfällen entscheidet mit über die Zukunft unseres Planeten.

Von "Fehlwürfen" und "Trennkost"

Jeder Mensch entscheidet durch sein Wegwerf-Verhalten mit über das Gelingen von Umwelt- und Klimaschutz. Altglas, Altpapier, Bioabfall oder Verpackungen, die in der Restmülltonne entsorgt werden, sind unwiederbringlich für den Stoffkreislauf verloren. Diese so genannten "Fehlwürfe" erschweren das Recycling. Deshalb sollte jeder Haushalt seiner Mülltonne eine "Trennkost“ verordnen. Aus gutem Grund gibt es heute unterschiedliche Mülltonnen und Abgabemöglichkeiten für viele (gefährliche) Abfälle. Wertstoffe wie Kunststoffe, Holz, Papier, Bauschutt und mineralische Reststoffe können aufbereitet und in die Verwertung zurückgegeben werden. So bleiben die Stoffe im Wirtschaftskreislauf. Auch das schont die Ressourcen unserer Erde und ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz.

Aus Altholz wird umweltfreundliche Energie

Um Energie aus nachwachsenden und verwertbaren Rohstoffen zu gewinnen, erfasst die EBE seit 2005 das Altholz aus der Sperrmüllsammlung separat. Das Altholz geht an Biomassekraftwerke, die daraus grünen Strom und Fernwärme gewinnen, oder in die thermische Verwertung. Größere Mengen Altholz werden auch an den Recyclinghöfen der EBE in Altenessen und Werden angeliefert. Reines Holz verwendet die Spanplattenindustrie wieder. So werden aus vermeintlichen Abfallstoffen neue Produkte.